Auch wenn Paris eine zugebaute Metropole ist, an schönen Parks mangelt es der Stadt nicht. Manche, wie der Jardin du Luxembourg oder die Tuileries gehören sogar zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Paris, die du bestimmt auch auf deiner To-do-Liste stehen hast.
Aber nicht nur Touristen genießen die urbane Natur. Sobald ein paar Sonnenstrahlen am Pariser Himmel zu sehen sind, treibt es die Städter in die Gärten und Parks.
Und die Auswahl ist groß: Nach Angaben der Pariser Stadtverwaltung gibt es in Paris mehr als 500 Parks und über 3000 Grünflächen.

Wenn du also eine Auszeit von der pulsierenden Hauptstadt Frankreichs suchst, dann ist es an der Zeit, einen Ausflug in einen der grünen Gärten oder Parks zu unternehmen.
Jedoch sind die berühmtesten der Pariser Paris oft fast ebenso geschäftig, wie die Stadt selbst.
Aber bei mehr als 500 Parks, gibt es doch bestimmt auch welche, die sich lohnen UND die nicht vollkommen überlaufen sind, oder?
Ja, zum Glück!
Es gibt immer noch viele Gärten und Parks in Paris, die noch richtige Geheimtipps in Paris sind – und wahre Schätze noch dazu. Damit du weisst, wo du diese findest, stelle ich dir heute die sechs schönsten Parks in Paris vor, die du in keinem Reiseführer findest.

Salut, ich bin Lena – Ich lebe seit 2006 in Paris und freue mich, dir meine Wahlheimat zeigen zu dürfen🩷
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Die 6 schönsten Parks in Paris: Meine Geheimtipps
Hier findest du eine Auszeit vom Trubel, lädst deine Akkus in der Natur neu auf, um für das nächste Stadtabenteuer gewappnet zu sein.
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#1 Der Jardin Tropical
Dieser Garten ist ein wahres Juwel in Paris – und gleichzeitig dennoch ein Geheimtipp! Die meisten Pariser haben keine Ahnung, dass es diesen Park in Paris überhaupt gibt.
Mit seinem besonderen historischen Hintergrund kannst du dich hier auf die Entdeckungsreise der Kolonialzeit begeben.
Ursprünglich wurde dieser Park Ende des 19. Jahrhunderts als Versuchsgarten angelegt. So sollten Pflanzen aus französischen Kolonien der ganzen Welt zusammengeführt werden.

Zweck der Versuche war, die Produktionen der jeweiligen Kolonien zu steigern, um sie profitabler zu gestalten. Unter anderem beinhaltete das Kaffeebohnen, Kakao oder Vanille. Auch heute findet man noch viele der damals errichteten Gewächshäuser im Jardin Tropical.
Später wurde der Park für die damals beliebte Kolonialausstellung erweitert. Die Besucher kamen, um exotische Pflanzen, Tees aus aller Welt und Artefakte zu bestaunen.
Die Ausstellungen waren ein großes Spektakel, dass der lokalen Bevölkerung veranschaulichen sollte, wie toll sich Frankreich als Kolonialmacht anstellt.
Neben exotischen Produkten enthielten diese Ausstellung noch etwas anderes: Nachbildungen einzelner Dörfer aus den indochinesischen, madagassischen oder kongolesischen Kolonien.

Inklusive ihrer Bewohner. Menschen aus den Kolonien wurden mehr oder weniger freiwillig nach Paris gebracht, um den Besuchern des Parks eine Show zu liefern. Daher trägt der Jardin Tropical auch den inoffiziellen Namen Menschenzoo von Paris.
Auch heute noch findest du bei einem Spaziergang durch die schöne Vegetation Brücken, Tempel und Pavillons aus der damaligen Zeit.
Eine sehr surreale Atmosphäre. Es erinnern Denkmäler und die Überreste der Gebäude an die koloniale Vergangenheit und auch an Soldaten aus französischen Kolonien, die für Frankreich im Ersten Weltkrieg kämpften und fielen.

Mein Tipp: Der Park befindet sich im Bois de Vincennes. Eine gute Gelegenheit, den Besuch mit dem Château des Vincennes und dem Parc Floral zu verbinden.
#2 Parc Monceau
Etwas außerhalb, im 8. Arrondissement gelegen, findest du den schicken Parc Monceau. Um in den Park zu gelangen, spazierst du durch das wunderschöne schmiedeeiserne Tor mit imposanten goldenen Verzierungen.
Es erwartet dich eine Parkanlage, die von allem etwas zu bieten hat. Die Vegetation besteht aus ganz diversen Blumen und außergewöhnlichen Bäumen, wie einem Bergahorn mit märchenhaft geschwungen Ästen aus dem Jahr 1853.
Im Herbst kannst du das violettfarbene Laub des Elefantenhaut-Baums bewundern.

Ebenfalls beherbergt der Parc Monceau eine beachtliche Vielfalt an Vögeln, die du rund um den großen Teich beobachten kannst. Besuchst du den Park in Paris im Mai, wirst du wahrscheinlich Bekanntschaft mit den jungen Küken der Stockenten machen können, die sich in dieser Zeit auf dem Gelände herumtummeln.
Gebäude aus allen Epochen und Ländern verleihen dem Garten ein abwechslungsreiches Bild:
- der Renaissance-Torbogen
- die Ruinen des Marstempels
- eine romantische venezianische Brücke
- die ägyptische Pyramide.
Er ist einer der wohl vielfältigsten und gleichzeitig auch schönsten Grünflächen in Paris.
Nicht weit vom Arc de Triumphs entfernt, liegt der Parc Monceau auf dem Weg zu Montmartre. Meiner Erfahrung nach ein schöner Fußweg, vor allem, wenn du ohnehin beide Sehenswürdigkeiten besuchen möchtest.
Er ist umgeben von Pariser Luxusvillen, Eliteschulen und Botschaften und dementsprechend auch interessant, wenn du ein wenig “Leute gucken” möchtest.

Dennoch finden sich eher weniger Touristen hier, vielmehr wird der Park mit seinem Kinderspielplatz von den Bewohnern der Nachbarschaft genutzt.
Extra Tipp: Besuchst du Paris im Frühling, solltest du auf jeden Fall einen Abstecher im Parc Monceau einplanen. Die Kirschblüten lassen den Park in dieser Zeit in romantischen Rosatönen erstrahlen und die Atmosphäre unter den Kirschbäumen ist einfach toll.
#3 Parc Buttes-Chaumont
Im nordöstlichen Teil von Paris befindet sich der Parc Buttes-Chaumont. Als eine der größten Grünanlagen der Stadt liegt der Park dennoch recht zentral und ist schnell mit der Metro zu erreichen.
Die hügelige und teilweise felsige Landschaft ist ziemlich aussergewöhnlich. Vor allem unerwartet, so mitten in der Stadt.
Kein Wunder also, dass der Park ein beliebtes Ausflugsziel der Pariser ist. Die geschwungenen und miteinander verbundenen Spazierwege durch den Park umfassen mehr als 6km.
Deshalb ist dieses Wegenetz auch bei Joggern sehr beliebt, egal zu welcher Jahreszeit.

An den unzähligen Liegewiesen sind tolle für Picknicks und schöne Nachmittage. Oder du holst dir einen Crêpe von einem der vielen Stände. Auch gibt es Cafés im Park.
Das Herzstück selbst ist der malerische See mit seiner Insel, der Île du Belvédère, die an die Klippen von Êtretat und dem Elefantenfelsen erinnern. Zu dem kleinen Tempel auf der Felsspitze der Insel gelangst du über eine Brücke.
Info September 2023: Die Brücke und die Insel waren bei meinem gestrigen Besuchs wegen Bauarbeiten gesperrt. Updates bekommst du hier.
Von dem 30 Meter hoch gelegenen Aussichtspunkt bietet sich dir ein grandioser Ausblick auf das Montmartre-Viertel und die berühmte Basilika du Sacre Cœur.

#4 Parc Floral im Bois de Vincennes
Ein weiterer besonders großer Park liegt am östlichen Stadtrand von Paris: der Bois de Vincennes. Der Park liegt etwas vom Pariser Stadtzentrum entfernt und ist auch ein schönes Ausflugsziel, wenn du Paris mit dem Fahrrad erkunden möchtest.
Der Bois de Vincennes ist ein Stadtwald, der über die Jahre teilweise in einen Landschaftspark umgewandelt wurde. Heute beherbergt er unter anderem einen der vier Pariser botanischen Gärten: den Parc Floral.
Dieser Blumengarten verfügt über allerlei Arten von Pflanzen und Blumen, saisonalen Ausstellungen sowie zahlreichen Themengärten.

Im „Vier-Jahreszeiten-Garten“ des Parc Floral kann man das ganze Jahr mehr als 1200 Sorten bunte Stauden bestaunen.
Je nach Saison erwarten dich etliche Ausstellungen. Auch spezielle Bereiche, wie ein Kräutergarten, ein Dahliengarten oder ein mediterraner Garten sind nur einige der angelegten Oasen im Parc Floral.
Das „Tal der Blumen“ ist eine weitere Attraktion: Die bunten Blumenbeete umgeben einen See und laden zum Verweilen bei einem malerischen Anblick ein.
Bist du mit Kindern in Paris unterwegs, dürft ihr euch auf die schönsten Spielplätze der Stadt freuen. Ihr könnt euch hier stundenlang aufhalten, ohne dass es langweilig wird. Auch die kleinen Cafés und Restaurants laden zu Stopps und Pausen ein.

Der Park Bois de Vincennes ist riesig groß, allein der Parc Floral an sich ist schon einen Ausflug wert.
Bei mehr Erkundungslust findest du aber weitere Attraktionen im Bois de Vincennes: Es gibt einen Zoo, mehrere Seen, ein Arboretum und vieles mehr. Auch den bereits erwähnten Jardin Tropical.
Sogar das jährliche Pariser Jazzfestival und das Festival Classique au Vert werden hier veranstaltet. Das Château de Vincennes, ein mittelalterliches Schloss, findest du am Rande des Parks.
#5 Parc Georges Brassens im Pariser Süden
Der Georges Brassens Park ist einer meiner absoluten Lieblinge unter den Parks in Paris. Er ist relativ großzügig angelegt und befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Gestüts und Schlachthofs im Süden von Paris.
Der Parc Georges Brassens bietet dir einen entspannenden Ort der Ruhe, verglichen mit dem umliegenden relativ grauen Stadtbild des 15. Arrondissements.

Die duftenden Rosengärten, die Blumenvielfalt und die zwitschernden Vögel sorgen für einen interessanten Kontrast.
Von dem damaligen Gestüt und Schlachthof sind noch einige Gebäude und Elemente erhalten geblieben: Die alten, überdachten Markthallen werden heute als Büchermarkt an den Wochenenden genutzt. Und auch das Eingangstor ist noch vorhanden.
Der Park hat allerlei Besonderheiten:
- Ein Weinberg (einer der letzten in Paris)
- Bienenstöcke
- Kräutergarten & Rosengarten
- Ein Teich mit Enten
- ein Bach (toll für Kinder!)
- mehrere Spielplätze

Ob du in dieser grünen Oase den Nachmittag verbummelst, die Weingärten und Bienestöcke besuchst oder mit Kindern unterwegs bist: Jeder findet hier das geeignete Plätzchen.
Der Park ist übrigens in direkter Nachbarschaft zum bekannten Flohmarkt bei Porte de Vanves!
Noch ein Tipp für einen Familienausflug: Neben mehreren Spielplätzen für die Kids gibt es auch ein Karussell, Tischtennisplatten, ein Puppentheater und sogar Ponyreiten.

#6 Jardin d’Albert Kahn
Der Jardin d’Albert Kahn liegt nicht direkt in Paris und ist auch kein öffentlicher Park. Aber lass dich davon nicht abhalten, diesen absolut tollen Park zu besuchen.
Mit der Metro fährst du nach Boulogne-Billancourt. Du wirst vermutlich gar nicht merken, dass du nicht mehr in Paris bist, so gehen die beiden Städte ineinander über.
Im Garten von Albert Kahn findest du eine unglaubliche Vielfalt an unterschiedlichsten Einflüssen. Ob japanisch, englisch oder französisch: Es finden sich hier gleich mehrere Gartenstile in einem Park vereint.

Der 4 Hektar große Park teilt sich in verschiedene Abschnitte auf: Das japanische Dorf mit Fischteich und einer roten Guzei-Brücke sorgt für eine entspannende Atmosphäre. Das plätschernde Wasser der Bäche und die diversen Wasserstellen verstärken das Ruhegefühl und schaffen einen angenehmen Kontrast zum Großstadttrubel.
Mein Tipp: Komme zur Kirschblütenzeit her – einfach nur wunderschön!
Interessiert dich die Geschichte von Albert Kahn, dem Gründer des Parks, wirst du im angegliederten Museum fündig. Er war ein Pionier im Bereich Farbfotografie im späten 19. Jahrhundert. Aber auch einer der vermögendsten Männer Europas und ein Weltreisender.
Gar nicht so einfach zu seiner Zeit, aber sein Kontostand hat seiner Wanderlust vermutlich nicht geschadet.

Neben dem Japanischen Garten findest du auch einen englischen Rosegarten im Jardin d’Albert Kahn und einen französischen Obstgarten.
Von dort aus kannst du deinen Spaziergang zum blauen Wald hin fortsetzen, der von den französischen Vogesen (dem Mittelgebirge im östlichen Frankreich) und Sumpfgebieten inspiriert ist.
Der Park ist, anders als die anderen Parks in Paris, die du auf dieser Liste findest, nicht kostenlos. Derzeit liegt der Eintrittspreis bei 8 € und meiner Meinung nach auch jeden Cent wert.

Voilà, das waren meine 6 liebsten Parks in Paris. Hast du einen von ihnen schon besuchst? Was hat dir gefallen? Oder kennst du vielleicht noch weitere unbekanntere Parks, bei denen sich ein Besuch lohnt? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.
à bientôt,


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