Der Petit Palais ist perfekt, wenn du eine weniger überlaufene und kostenlose Alternative zum Louvre oder Musée d’Orsay suchst.
Direkt an den Champs-Élysées gelegen, ist das Museum der schönen Künste leicht erreichbar und beeindruckt mit einer außergewöhnlichen Kunstsammlung von der Antike bis zum frühen 20. Jahrhundert.
Ein Besuch hier fühlt sich an, wie ein Spaziergang durch die Kunstgeschichte.

Salut, ich bin Lena – Ich lebe seit 2006 in Paris und freue mich, dir meine Wahlheimat zeigen zu dürfen🩷
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Bei meinem letzten Besuch im Oktober 2025 war ich hin und weg von der Ausstellung. Denn der Petit Palais kann es leicht mit den großen Pariser Museen aufnehmen. Von antiken Skulpturen bis hin zu Meisterwerken von Monet und Rembrandt gibt es hier tatsächlich alles.
Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass wenn du nur Zeit für ein Museum in Paris hast, der Petit Palais eine erstklassige Wahl ist.

In diesem Guide erfährst du, warum der Petit Palais so besonders ist, was die Dauerausstellungen bieten und wie du das Beste aus deinem Besuch herausholen kannst.
Über den Petit Palais
Der Petit Palais, ein architektonisches Meisterwerk, wurde von Charles Girault für die Weltausstellung 1900 entworfen. Seit 1902 beherbergt er das Musée des Beaux-Arts, das Werke französischer und internationaler Künstler ausstellt.
Mit einer Fläche von 5000 Quadratmetern wird der Petit Palais oft als „kleiner Louvre“ bezeichnet – und das zu Recht. Denn die Sammlung reicht von der Antike bis 1914.
Neben französischer Kunst gibt es beeindruckende Werke von niederländischen Meistern und anderen internationalen Künstlern.
Dich erwarten Gemälde, Skulpturen, Möbel und kunsthandwerkliche Objekte. Der Petit Palais ist der Geheimtipp unter den Pariser Museen.
Der eindrucksvolle Eingang
Schon der Eingang ist spektakulär: ein massives, goldenes Portal, das zu den schönsten in Paris gehört. Girault selbst hat das Tor entworfen, und es gibt einen Vorgeschmack darauf, wie sehenswert die Ausstellung im Inneren des Palais ist.
Trotz seiner Imposanz und Größe wird der Petit Palais – der nun wirklich gar nicht so klein ist – oft übersehen. Und nur wenige wissen, was ein Juwel er beherbergt.

Innen: Das Musée des Beaux-Arts
Betrittst du den Petit Palais, merkst du sofort: Obwohl er wie ein historischer Palast aussieht, wurde er für die Öffentlichkeit geschaffen.
Girault hat das Bauwerk extra für die Weltausstellung 1900 erschaffen. Mit lichtdurchfluteten, offenen Räume, die die Besucher zum Schlendern und Verweilen einladen.
Wenn du das Museum betrittst, beginnst auch deine Reise durch die Kunstgeschichte. Und zwar im 20. Jahrhundert und dann rückwärts durch die Zeit, über Impressionismus und Renaissance bis hin zur Antike.

Die 7 Galerien werden so gut wie ausschließlich mit natürlichem Licht beleuchtet, ein klarer Vorteil dadurch, dass das Gebäude direkt als Museum gebaut wurde.
Ein Highlight ist der Innenhofgarten mit Café – perfekt für eine kleine Pause. Und da der Petit Palais ein kostenloses Museum ist, könntest du sogar nur auf einen kleinen Snack vorbeischauen.
Die Mosaikböden
Vergiss nicht, auch nach unten zu schauen: Die kunstvollen Mosaikböden sind von Giandomenico Facchina und kleine Meisterwerke.
Wenn dir das Design irgendwie bekannt vorkommt, dann ist das gut möglich. Denn Facchina hat auch an anderen Pariser Sehenswürdigkeiten gearbeitet. Unter anderem an den Mosaikböden in der Galerie Vivienne sowie im Musée Carnavalet.

Die Sammlungen – Ein Überblick
Die Dauerausstellung erstreckt sich über zwei Etagen und zeigt Kunstwerke von der Antike bis 1914. Neben der permanenten Kollektion hat das Museum auch wechselnde temporäre Ausstellungen. Die sind meist jedoch nicht kostenlos.
Mein Tipp: lade die kostenlose Besucherapp des Petit Palais auf dein Handy.
#1 Paris 1900
Die Reise beginnt direkt mit einem ikonischen Werk: Sarah Bernhardt von Georges Clairin. Für mich war das Bild das absolute Highlight des Museums und mein schlechtes Foto werden ihr absolut nicht gerecht.
Neben dem Bild der legendären Schauspielerin findest du auch Designstücke wie den original Speisesaal von Hector Guimard, dem Schöpfer der Pariser Jugendstil-Metrostationen.
Tipp: Für mehr Jugendstil-Kunst besuche das Musée d’Orsay.

#2 19. Jahrhundert
Bei deinem Spaziergang zurück, betritts du nun das 19. Jahrhundert. In dieser Galerie findest du Gemälde, die in großen Teilen das Pariser Leben als Motiv haben.
Von imposanten Gemälde der Französischen Revolution bis zu impressionistischen Momentaufnahmen.
Besonders faszinierend: „Les Halles“ von Léon Augustin Lhermitte, das die lebendige Atmosphäre des alten Pariser Marktes einfängt. Dieser wurde nach mehr als 800 Jahren Ende der 60er abgerissen, und befand sich dort, wo du heute die Shopping-Mall Westfield Forum des Halles findest.
Auch eine kleine, aber feine Sammlung von Werken von Monet, Pissarro und Cézanne erwartet dich hier.
Tipp: Für eine größere Auswahl an Impressionisten besuche das Musée de l’Orangerie oder das Musée d’Orsay.

#3 18. Jahrhundert
Die Galerie des Museums für die schönen Künste, die dem 18. Jahrhundert gewidmet ist, beeindruckt mit Gemälden, Möbeln, Porzellan und Silberwaren.
Ein Highlight sind die Landschaften von Hubert Robert und Porträts von Fragonard. Auch Louis XV’s Rocaille-Möbel und Sèvres-Porzellan kannst du hier bewundern.
Tipp: Für noch mehr Kunst des 18. Jahrhunderts ist der Louvre die beste Adresse.

#4 17. Jahrhundert
Die Sammlung der niederländischen Meister, die du im Petit Palais zu Gesicht bekommst, gehört zu den größten in Frankreich – gleich nach dem Louvre.
Besonders bemerkenswert ist ein Selbstporträt von Rembrandt mit seinem Hund. Dazu gibt es auch einiges an französische Barockkunst und Skulpturen zu entdecken.
Tipp: Für mehr Werke von Rembrandt – schau im Louvre vorbei.

#5 Renaissance
Hier findest du eine kleine, aber feine Sammlung von Gemälden, Skulpturen und Objekten der Renaissance.
Um ehrlich zu sein, Renaissance im Petit Palais war nicht meine Lieblingsgalerie, aber ich war dann doch überrascht, eine Zeichnung von Raffael zusehen.
Tipp: Für eine umfangreichere Renaissance-Sammlung lohnt sich ein Besuch im Louvre.

#6 Mittelalter
Die Sammlung mittelalterlicher Kunst ist zwar klein, aber dennoch ziemlich interessant. Vor allem, wenn du wie ich eine Schwäche für diese Epoche hast.
Sie umfasst Keramiken, Skulpturen und Kunsthandwerk. Wenn du bereits im Cluny Museum gewesen bist, wird dir einiges bekannt vorkommen. Denn viele der Stücke ähneln denen im Musée de Cluny.
#7 Antike
Von griechischen bis römischen Artefakten bietet diese letzte Sammlung des Petit Palais Einblicke in das Leben vergangener Zivilisationen der Griechen, Römer, Etrusker und weitere.
In der Ausstellung findest du Schmuck, Keramik und Alltagsgegenstände, die diese längst vergangene Zeit lebendig werden lässt.
Tipp: Das Musée Carnavalet oder der Louvre bieten eine größere Auswahl an antiken Schätzen.

Praktische Infos
Der Petit Palais ist ein echter Geheimtipp, wenn du eine Alternative zu Louvre und Co. Suchst. Als kostenloses Museum ist es auch für Budgetreisende sehr interessante.
- Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10:00 bis 18:00 Uhr. Montags geschlossen.
- Eintritt: Kostenlose Dauerausstellungen; temporäre Ausstellungen kostenpflichtig.
- Adresse: Avenue Winston Churchill, 75008 Paris (Metro: Champs-Élysées – Clemenceau, Linie 1 und 13).
- Ausstattung: Café, Shop, barrierefrei, kostenlose Audioguides.

Fazit
Der Petit Palais ist eine Perle im Herzen von Paris – ein wunderschönes Museum, das Kunstgeschichte erlebbar macht, ohne die Menschenmassen oder Kosten der großen Museen.
Ob für Kunstliebhaber oder einfach für einen ruhigen Moment im Garten – der Besuch lohnt sich. Viel Spaß 🙂
à bientôt,


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